Saaten - Körnerfutter

 

Saaten, also Körner sind das Grundnahrungsmittel für Nymphensittiche. In den weiten Australiens ernähren sich unsere gefiederten Freunde von reifen und halb reifen Samen, sowie Gräsern und Beeren. Die landläufige Meinung ein Nymphensittich komme ausschließlich mit Körnerfutter aus, ist falsch. Eine reine Fütterung von Körnern führt auf Dauer zu Mangelerscheinungen, die sich in einem struppigen Federkleid und Krankheiten äußern.

Doch auch Körnerfutter ist nicht gleich Körnerfutter. Die im Handel erhältlichen Markenprodukte sind häufig zu gehaltvoll für Stubenvögel. Besonders fetthaltig sind Sonnenblumenkerne, weshalb sie auch schnell ranzig werden. Sie sollten daher nur zu einem geringen Anteil im Futter zu finden sein (maximal 5 %, besser noch weniger). Wer sein Futter dazu nicht selber mischen möchte, mischt es mit Futter für Wellensittiche.

Erdnüsse sollten aus den gleichen Gründen und wg. erhöhter Schimmelgefahr ebenfalls nicht im Futter enthalten sein. Von Ültje gibt es auf Schimmelpilz geprüfte Jumbo-Erdnüsse, die man ab und an als Leckerchen geben kann.

Beim Körnerfutter kommt es vor allem auf die Frische an. Um sie zu prüfen, empfiehlt es sich einen Keimtest zu machen. Nur wenn noch ca. 80 % der Körner keimfähig sind, ist das Futter frisch und zur Fütterung geeignet. Zur Herstellung von Keimfutter gibt es verschiedene Methoden, die Siebmethode, die Nutzung eines Keimsets oder die Nutzung von Keimgläsern. Es sind jedoch nur Körnermischungen geeignet, die keine Pellets, Früchte, Nüsse oder sonstige verderbliche Zusätze enthalten! Es gibt daher auch besondere Keimmischungen zu kaufen.

Aufgrund der notwendigen Frische des Futters wird vom Kauf in Supermärkten abgeraten. Hier ist oft die Lagerung nicht optimal (zu warm, zu feucht, zu hell).

Gequollene Körner sind für Nymphensittiche leichter zu verdauen. Zudem kann man hier gut Vitamin- und Mineralpulver unter mischen oder sie im Krankheitsfall verfüttern.

Pro Vogel gibt man am Tag zwischen 1,5 und 3 EL Körnerfutter. Ein Stubenvolgel mit täglichem Freiflug braucht weniger Futter als ein Vogel in einer Außenvoliere, da sein Stoffumsatz niedriger ist.  

 

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Autor: Susi, letztes Update: 04.01.2008