Was ist vor der Anschaffung zu bedenken?
Es ist schön, dass du dich vor der Anschaffung eines Tieres über seine Bedürfnisse informieren möchtest. Wenn man uns hier fragt, würden wir natürlich immer sagen, dass wir unsere kleinen Freunde nie wieder abgeben würden, doch auch so kleine Tiere wie die Nymphensittiche machen Dreck, Arbeit und erfordern eine Menge Aufmerksamkeit. Hier die wichtigsten Punkte, die man sich vor der Anschaffung gut überlegen sollte.
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Nymphensittiche leben durchschnittlich 15 - 20 Jahre. Wir haben sogar schon von welchen gehört, die über 30 Jahre alt geworden sind. Kannst du so lange im voraus planen und die Verantwortung dafür übernehmen?
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Nymphensittiche brauchen ein geräumiges Heim, also am besten eine Zimmervoliere. Auch Zubehör und Spielzeug sind oft teurer als man zunächst erwartet. Kannst du dir das leisten bzw. bist du bereit dein Geld dafür auch auszugeben?
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Auch bei Nymphensittichen müssen täglich Futter und Wasser gewechselt und die Näpfe gereinigt werden. Obst, Gemüse und/oder Grünfutter sollten täglich auf dem Speiseplan stehen. Hast du dafür genug Zeit?
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Nymphensittiche sind Schwarmtiere und brauchen entsprechende, artgleiche Gesellschaft. Ein einzelner Nymphensittich wird nicht glücklich bei dir sein. Kannst du ihm nymphische Gesellschaft bieten?
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Nymphensittiche können in der Natur bis zu 100 km/h schnell fliegen. Ihr Flugtalent- und bedürfnis ist daher nicht zu unterschätzen. Kannst du ihnen täglichen, mehrstündigen Freiflug bieten?
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Wie jedes andere Haustier machen auch Nymphensittiche in der Wohnung eine Menge Dreck. Aufgrund ihrer Puderdunen stauben sie auch mehr als beispielsweise Wellensittiche und sie mausern zweimal jährlich.
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Wir bezeichnen die kleinen Kobolde auch gerne als Flugnager, denn auch wenn ihnen von manchem Papageienexperten kein großer Nagedrang nachgesagt wird, so ist er für die Wohnung nicht zu unterschätzen. Kannst du mit angefressenen Tapeten, Möbeln usw. leben?
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Der Raum, in dem sich die Nymphensittiche frei bewegen dürfen, birgt einige Gefahren. Giftige Blumen sind ebenso zu entfernen wie frei liegende Kabel, Kerzen und sonstige Gefahrenquellen.
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Sicher steht auch mal wieder ein Urlaub ins Haus. Nymphensittiche kann man nicht mitnehmen. Wer kann sie in dieser Zeit versorgen?
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Nymphensittichen wird eine robuste Gesundheit nachgesagt, doch können auch sie krank werden. Tierarztbesuche sind oft mit weiten Anreisen verbunden, da es noch immer wenig vogelkundige Tierärzte gibt. Die Kosten für Untersuchungen und Medikamente können in ernsten Fällen schnell auf mehrere hundert Euro ansteigen. Kannst und willst du das aufbringen?
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Gibt es schon andere Haustiere im Haushalt, mit denen sich die Nymphensittiche womöglich nicht verstehen? Katzen, Hunde, nachtaktive Nagetiere oder auch Schlangen sind keine geeigneten Zimmergenossen.
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Wie stehen die andere Familienmitglieder oder Mitbewohner der Anschaffung gegenüber? Gibt es Allergien gegen Federstaub o.ä., eine hohe Empfindlichkeit gegen Lärm oder womöglich eine generelle Abneigung gegen Tiere oder Vögel?
Noch ein Wort an Eltern, die ein passendes Haustier für ihre Kinder suchen.
Ein Nymphensittich ist kein Schmusetier, seine Zähmung erfordert viel Geduld und seine Pflege einige Zeit des Tages. Ein Kind kann diese Verantwortung und oben angesprochene Folgekosten allein kaum übernehmen.
Bei der Lebenserwartung von Nymphensittichen muss man gerade bei Kindern damit rechnen, dass sie irgendwann das Interesse verlieren. Daher sollten Eltern ihren Kindern die Haustiere erlauben, die sie auch selbst mögen und deren Versorgung sie auch selbst gerne übernehmen würden. Durch die eigene Begeisterung kann man Kinder am besten immer wieder dazu motivieren sich mit dem Tier zu beschäftigen und sie artgerecht zu versorgen.
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Autor: Susi, letztes Update: 28.04.2008 |