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Flüssigkeitszufuhr

Schon im Punkt Wasser bei den Nährstoffen wurde auf die Bedeutung des Trinkwassers für Nymphensittiche hingewiesen. Wasser muss für Nymphensittiche immer verfügbar sein!

Achtung!

Wer seinen Nymphensittichen zum ersten Mal etwas anderes als Wasser anbietet, sollte genau beobachten, ob sie noch genug trinken. Manche Nymphensittiche sind sehr eigen und verweigern es zu trinken, wenn nicht ausschließlich Wasser im Napf ist!

Wasser

Trinken während des Bads
Trinken während des Bads

Einfaches Leitungswasser ist für die Flüssigkeitszufuhr völlig ausreichend, wenn man nicht gerade in einem Altbau mit Bleileitungen wohnt.

Das Wasser muss täglich frisch angeboten und der Wassernapf mit einer eigens dafür angeschafften Bürste täglich mechanisch gereinigt werden. Ein glitschiger Boden, der auf Bakterien hindeutet, kann so gar nicht erst entstehen. Es empfiehlt sich zudem mehrere Wassernäpfe zu nutzen, die im Wechsel zum Einsatz kommen. So kann der jeweils ungenutzte Napf richtig durchtrocknen.

Das Leitungswasser sollte auch nicht abgekocht werden oder durch Wasserfilter fließen bevor es gegeben wird. Hierbei werden wichtige Mineralien entfernt. Filter können zudem schnell verkeimen.

 

Mineral- und Heilwasser

Die Nutzung von speziellem Wasser aus der Flasche kann im Krankheitsfall sinnvoll sein (beispielsweise bei Nierenleiden). Hier sollte man die Flasche jeweils frisch öffnen und den Rest selbst trinken.

 

Vogelwasser von Markenherstellern

Die Nutzung von im Zoohandel angebotenem Vogelwasser in Kunststoffflaschen ist nicht empfehlenswert, da auch dieses Wasser schnell verkeimt, die Inhaltsstoffe fragwürdig und die Produkte völlig überteuert sind.

Säfte

Karottensaft aus dem Entsafter
Karotten entsaften

Auch Säfte können Nymphensittichen angeboten werden. Wichtig ist, dass es sich um Muttersäfte oder Direktsäfte handelt. Der Saft sollte also zu 100 % aus Früchten oder Gemüse bestehen und keine Konservierungsstoffe, Salz, Zucker oder ähnlich ungesunde Zusatzstoffe enthalten. Am besten entsaftet man selbst Bioobst oder Gemüse.

Den Saft kann man zunächst stark, später halb mit Wasser mischen und seinen Vögeln anbieten. Besonders Frischkostverächtern kann man so ein paar Vitamine extra verabreichen.

Folgende Sorten sind beispielsweise empfehlenswert.

  • Karottensaft: Vitamin A bzw. seine Vorstufen
  • Rote Bete Saft: Calcium (Vorsicht in Wohnungshaltung wegen Kotverfärbungen)
  • Fenchelsaft: Vitamine A, C, E


Orangensaft oder andere Säfte aus Zitrusfrüchten sind wegen des Säuregehalts dagegen nicht zu empfehlen. Viele Fruchtsäfte enthalten zudem viel Fruchtzucker. Darauf sollte man besser verzichten oder den Saft wirklich nur sehr stark verdünnt anbieten.

Bei der Auswahl der Säfte sollte man sich vorab über eine mögliche (nicht gewünschte) Heilwirkung informieren. Weißdornsaft wird beispielsweise bei Herzleiden gegeben, weshalb er für gesunde Tiere nicht ohne Rücksprache mit einem vogelkundigen Tierarzt gegeben werden sollte.

Tees

Im Handel werden diverse Tees für Ziervögel angeboten. Dies sind Tees aus verschiedenen Kräutern. Für den normalen Bedarf ist eine Gabe von Tee nicht notwendig. Im Krankheitsfall kann dies eher sinnvoll sein. Möchte man Tee geben, dann sollte dieser nach Anweisung gekocht und danach zur Hälfte mit normalem Leitungswasser gemischt werden, damit noch genügend Mineralstoffe vorhanden sind. Hier sollte man auf Qualität achten und den Tee aus der Apotheke beziehen.

Kräutertees haben verschiedene Heilwirkungen, so dass sie nicht grundlos gegeben werden sollten.

Ungeeignet ist schwarzer Tee, grüner Tee und Tees mit ähnlicher Wirkung. Früchtetee ist häufig aromatisiert. Auch diese Tees bitte nicht anbieten!

Wer sich unsicher ist, fragt besser noch einmal im Ernährungsforum nach.

unsere Buchtipps:

 

weiterführende Weblinks:

Autor: Susi, letztes Update: 24.06.2010