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Kot für eine Kotuntersuchung sammeln

Es gibt leider immer wieder Gründe, die es notwendig machen, den Kot der Nymphensittiche bakteriologisch, mykologisch und parasitologisch untersuchen zu lassen.

Zu diesen Gründen gehören:

  • ein neuer Vogel zieht ein
  • es gibt den Verdacht auf eine Erkrankung
  • es werden Veränderungen des Kots festgestellt
  • es ist notwendig bei den verschiedensten Krankheitsbildern
  • es werden Verhaltensveränderungen des Vogels beobachtet
  • zur Vorsorge kann man einmal im Jahr eine Sammelkotprobe machen lassen

Was ist bei einer Kotuntersuchung zu beachten?

Mit Folie ausgelegter Volierenboden
Mit Folie ausgelegter Volierenboden

Für eine aussagefähige Sammelkotprobe wird der Kot des Vogels über drei Tage gesammelt und zwischenzeitlich im Kühlschrank gelagert. Der Kot sollte zu den unterschiedlichsten Tageszeiten gesammelt werden. Sehr wichtig ist auch der Nachtkot, der morgens gesammelt wird. Es ist darauf zu achten, dass der Kot bei der Lagerung im Kühlschrank fest verschlossen ist, damit er nicht austrocknen kann. Der gesammelte Kot sollte möglichst frei von Bodensubstrat sein, da dadurch die Untersuchungsergebnisse verfälscht werden könnten.

Oft ist es hilfreich den Käfig- oder Volierenboden nachts unter den Schlafplätzen mit Klarsichtsfolie auszulegen. Allerdings müssen die Vögel gut beobachtet werden, ob sie an der Folie knabbern oder schreckhaft darauf reagieren. Trifft dies zu, sollte die Folie sofort entfernt werden.

In was für einem Behältnis kann ich den Kot sammeln?

Kotröhrchen
Kotröhrchen
  • Kotprobenröhrchen: Diese Röhrchen sind in der Apotheke oder beim Tierarzt sehr günstig zu erwerben.  Sie haben den Vorteil, dass sie fest verschließbar und dicht sind. Außerdem lassen sie sich gut mit dem Namen des Vogel versehen.
  • Filmdöschen: Eine ausgediente, heiß ausgewaschene Filmdose erfüllt auch ihren Zweck
  • Plastiktüte oder Gefrierbeutel - alternativ kann auch ein Stück Frischhaltfolie verwendet werden

Die Kotprobe kann nun sicher verpackt und beschriftet beim Tierarzt abgegeben oder an ein zuständiges Labor verschickt werden. Nach einigen Tagen sollte das Ergebnis der Probe vorliegen.

weiterführende Weblinks:

Autor: kiara, 26.01.2010