Einstreu
Mit der richtigen Einstreu hat man die Qual der Wahl. Folgende Einstreuvarianten sind oft in Nymphensittichvolieren - und Käfigen zu finden:
Zusätzlich empfiehlt es sich eine
zu verwenden. Besonders toll für Nymphensittiche ist es, verschiedene Bodenbeläge gleichzeitig zu nutzen, indem man z.B. ein Viertel der Fläche mit Sand, ein Viertel mit Buchenholzgranulat (BHG), ein Viertel mit Vogelerde und ein Teil mit Nager- oder Maiseinstreu füllt.
Zusätzlich zum Bodenbelag können als weitere gesunde Beschäftigungsmöglichkeit auch getrocknete Blumen und Blüten, Löwenzahn, Spitzwegerich usw. gegeben werden.
Was einem selbst und den eigenen Nymphies am besten gefällt muss man ausprobieren.
Sand
Der normale Vogelsand für Wellensittiche & Co sollte mit grobem Papageiensand gemischt werden, da ansonsten Kropfentzündungen eher möglich sind. Es sollte weißer Sand sein, denn dieser ist keimfrei. Günstig sind Mischungen mit Grit und Anis. Farbiger Sand ist sicher auch mal eine schöne Abwechslung.
Vorteile:
- Krankheiten können früh erkannt werden, da man Kotveränderungen sofort sieht
- viele Nymphies nehmen gerne eine Sandbad
Nachteile:
- sehr schwer und daher für größere Volieren aufgrund der benötigten Menge eher ungeeignet
- trocknet langsam nach dem Duschen mit der Blumenspritze (Vorsicht: Schimmelgefahr!) - besser ist es ohnehin die Vögel außerhalb der Voliere oder des Käfigs zu duschen
Buchenholzgranulat
Buchenholzgranulat (BHG) gibt es in verschiedenen Größen. Für Nymphensittiche kann man alle Größen verwenden. Die Vögel spielen gerne darin, nehmen die Stücke in den Schnabel und scharren fleißig darin herum. Bei ausschließlicher Nutzung von Buchenholzgranulat als Einstreu muss unbedingt zusätzlich Grit (Mineralstoffversorgung) und Magenkiesel angeboten werden.
Muffig riechendes Buchenholzgranulat wurde falsch gelagert, ist feucht geworden und schimmelt nun. Es sollte daher keinesfalls verwendet werden!
Vorteile:
- hoher Beschäftigungseffekt (Umhertragen, scharren, knabbern)
- leicht, fliegt aber nicht hoch (leichter als Sand)
- trocknet relativ schnell nach dem Duschen mit der Blumenspritze (Vorsicht: Schimmelgefahr, wenn es zu nass wird!)
Nachteile:
- Kotveränderungen sieht man aufgrund der Farbe schlecht - dies verleitet dazu die Einstreu nicht früh genug zu wechseln
- ist nur in gut sortierten Zoohandlungen oder über die Internetversender zu bekommen
Hanfeinstreu
Hanfeinstreu wird meist für Nager eingesetzt, doch auch für Vögel ist es gut nutzbar. Hier gilt wie beim BHG, dass Grit und Magenkiesel zusätzlich angeboten werden muss.
Vorteile:
- gut aufsaugend
- Kotveränderungen können gut erkannt werden
- in jedem Zooladen erhältlich
Nachteile:
- sehr leicht und fliegt schnell auf
- staub
Maiseinstreu
Maiseinstreu ist Maisgranulat und riecht leicht nach Silomais. Hier gilt wie beim BHG, dass Grit und Magenkiesel zusätzlich angeboten werden muss.
Vorteile:
- gut aufsaugend
- Kotveränderungen können gut erkannt werden (allerdings nicht ganz so gut wie bei Sand)
- staubt nicht
Nachteile:
- leicht, fliegt aber nicht hoch
- kein so großer Beschäftigungseffekt wie beim Buchenholzgranulat
- vergleichsweise teuer
Vogelerde
Bei Vogelerde handelt es sich um ungedüngte Erde. Nymphensittiche scharren gerne darin und fressen sie auch. Sät man darin ein paar Gräser aus ist zudem die Versorgung mit Grünzeug gewährleistet. Es sind viele Mineralstoffe darin enthalten. Normale Blumenerde ist keine Alternative, denn die ist immer gedüngt.
Vorteile:
- enthält viele Mineralstoffe
- fliegt nicht auf und staubt auch nicht
Nachteile:
- relativ schwer
- auf Schimmelbildung ist zu achten
Überstreu
Als Überstreu werden manche Mischungen im Handel für die Nager angeboten. Sie werden über der normalen Einstreu verteilt. Diese eignen sich oft auch für alle Vögel. Meist bestehen diese zum Großteil aus günstigen Fichtenspänen und anderem Nadelholz. Kräutermischungen enthalten hier meist wenig Kräuter, zur Beschäftigung sind sie jedoch hervorragend geeignet. Die Nymphensittiche lieben es den Boden aufzusuchen und zu knabbern und zu suchen.
Als Überstreu eignet sich ebenso Heu und Stroh. Beides hat einen hohen Beschäftigungseffekt.
Es bietet sich an, als Einstreu immer mal etwas anderes zu benutzen oder auch die Einstreuarten zu kombinieren. Ein Häufchen Heu auf der sonstigen Einstreu, getrocknete Blüten und Kräuter, erhöhen den Spiel- und Beschäftigungseffekt. Getrocknete Blüten, wie Kamille oder auch Lavendel riechen besonders gut. Das freut den Halter und auch die Vögel. Es gibt viele Variationsmöglichkeiten, so dass so schnell keine Langeweile aufkommt.
Zur Beschäftigung außerhalb der Voliere kann man Ein- und Überstreu für eine Wusel- und Wühlkiste verwenden. Dies kann ein einfacher Pappkarton mit Einstiegshilfe sein (möglichst unbedruckt wg. der Farben) oder auch eine niedrige Plastikwanne. Hier kann man etwas Futter mit untermischen. Besonders Saaten, die nicht im normalen Futter enthalten sind, regen zum wühlen, scharren und schreddern an. Die Nymphies fliegen darauf und sind lange beschäftigt.
interessante Forenbeiträge:
weiterführende Weblinks:
Autor: Susi, letztes Update: 13.10.2008

















