Leuchtstoffröhren
Bei den Leuchtstoffröhren gibt es zwei unterschiedliche Arten. Die dimmbaren und die nicht dimmbaren Röhren.
Lichtleiste
Zunächst benötigt man die Lichtleiste. Diese besteht aus Kunststoff oder Metall. Für die Funktion macht dies keinen Unterschied. Die Leiste ist jedoch sinnvollerweise direkt mit einem elektronischen Vorschaltgerät ausgestattet. Ist sie es nicht, wird zwingend ein externes EVG benötigt.
Elektronisches Vorschaltgerät
Das Auge des Vogels kann wesentlich mehr Bilder pro Sekunde sehen als das menschliche Auge. Dennoch erkennt auch der Mensch beim Einschalten einer Leuchtstoffröhre ein Flackern. Dieses Flackern wird für das menschliche Auge wenige Sekunden nach dem Start nahezu unsichtbar. Erst, wenn die Leuchte defekt ist, nimmt der Mensch das Flackern wieder wahr.
Für einen Vogel ist das Flackern jedoch ständig sichtbar. Dies ist für den Vogel unangenehm. Mit Hilfe eines elektronischen Vorschaltgeräts, wird die Wiederholrate erhöht und ein flackerfreier Start ermöglicht. Nur so flackert eine Leuchtstofflampe auch für das Vogelauge nicht mehr.
Ein elektronisches Vorschaltgerät ist daher beim Einsatz von Leuchtstoffröhren ein Muss.
Ist im Haushalt noch eine Lichtleiste entsprechender Länge vorhanden, kann diese auch mit einem elektronischen Vorschaltgerät nachgerüstet werden. Dies wird entweder in die Leiste integriert oder seitlich aufgesteckt. Steckt man das Vorschaltgerät auf, müssen jedoch auch weitere Kabel knabbersicher verlegt werden, so dass dies nicht sonderlich empfehlenswert ist. Ein integriertes elektronisches Vorschaltgerät ist somit zu empfehlen.
Beide Varianten sind recht teuer, so dass sich die direkte Anschaffung einer Lichtleiste mit integriertem elektronischen Vorschaltgerät empfiehlt.
Leuchtstoffröhre
Die Leuchtstoffröhre muss eine Tageslichtleuchte mit einer Lichtfarbe von ca. 5.500 Kelvin sein und zudem UV-Strahlung abgeben. Diese Kriterien erfüllen nicht nur die speziellen Vogellampen, sondern auch Aquarien- oder Terrarienleuchten. Aufgrund der Stärke der UV-Strahlung und der Lichtfarbe sind diese jedoch in den allermeisten Fällen als ungeeignet zu betrachten.
Reflektor
In der Wohnung ist intensive UV-Strahlung nicht gewünscht, da Möbel, Polster, Papier usw. durch die Bestrahlung ihre Farbe verändern können. Zudem schützt der Mensch seine Augen durch Sonnenbrillen gegen UV-Strahlung. Zwar wird das menschliche Auge keinen Schaden nehmen, wenn es in eine BirdLamp schaut, doch als angenehm wird dies kaum ein Mensch empfinden.
Die Vögel sollten die Strahlung der Lampe dagegen vollständig nutzen können. Daher kommt ein Reflektor zum Einsatz. Er bündelt die UV-Strahlung und richtet sie gezielt in die Richtung, wo sie wirken soll. Eine normale weiße Wand reflektiert zwar Licht, aber keine UV-Strahlung, so dass ohne Reflektor teuer bezahlte UV-Strahlung verloren geht.
Ein Reflektor ist daher unverzichtbar. Andernfalls nutzt man das Potenzial der Leuchte nicht aus.
Achtung! Bei den meisten so genannten Komplettsets ist kein Reflektor enthalten. Er kann allerdings jederzeit nachgerüstet werden.
Für einen optimalen Einsatz ist der Reflektor regelmäßig vom Vogelstaub zu befreien.
Anschluss
Um die Leiste nun anzuschließen wird ein Wand- oder Deckenauslass benötigt, der häufig nicht vorhanden ist. So kommt eine Wandmontage nur in Frage, wenn man ein Kabel mit Stecker anbringt. Dies ist auch bei den meisten so genannten Komplettsets nicht im Lieferumfang enthalten und muss beim Versender mitbestellt oder im Baumarkt bzw. Elektrofachhandel gekauft werden.
Bitte das Kabel von einem Fachmann anbringen lassen! Manche Shops erledigen dies auf Anfrage gleich mit.
Steuerung
Die Leuchte sollte nicht länger als 10 - 12 Stunden am Tag brennen. Angelehnt an die Situation in der Natur Australiens ist eine Nachtruhe von ca. 12 Stunden anzustreben. Die Zeiten von Sonnenauf- und Untergang verschieben sich über das Jahr hinweg aufgrund der größeren Nähe Australiens zum Äquator längst nicht so stark wie in Deutschland.
Eine Simulation von Sonnenauf- und untergang ist besonders naturnah.
Dies ist am besten mit den dimmbaren Sets zu erreichen, die leider auch
um einiges teurer sind als nicht dimmbare Sets.
Entscheidet man
sich für die nicht dimmbare Variante, ist die Steuerung über eine oder
mehrere Zeitschaltuhren, wie man sie im Baumarkt für die Steckdose
kaufen kann, empfehlenswert. Damit das Licht nicht zu abrupt erlischt
bietet es sich an, zusätzlich ein bzw. zwei weitere Lichtquellen brennen
zu lassen. Von diesen sollte letztendlich nur eine die Nacht über
leuchten und als Nachtlicht dienen.
Die Komplettsets für dimmbare
Lichtleisten sind zwar in der Erstanschaffung teurer, doch hat man so
die Möglichkeit mit einem Steuerungsgerät zwischen 3 und 5 Lichtquellen
sowohl separat ein und aus zu schalten, als auch zu dimmen. Das bietet
maximale Flexibilität.
Vergleicht man den Preis einer
Baumarktzeitschaltuhr mit diesen Mehrfachsteuerungsgeräten, ist der
höhere Preis durchaus gerechtfertigt, da man mit einem Gerät aus dem
Baumarkt keine Dämmerung simulieren kann und man oftmals mit der Zeit
bis zu drei Geräte im Dauereinsatz hat.
Einkaufsliste
| Nicht dimmbare Variante | Dimmbare Variante |
|---|---|
| Lichtleiste gewünschter Länge | Dimmbare Lichtleiste(n) gewünschter Länge |
| Röhre entsprechender Länge (Die Wattzahl ergibt sich aus der Länge) | Röhre(n) entsprechender Länge (die Wattzahl ergibt sich aus der Länge) |
| Reflektor entsprechender Länge | Reflektor(en) entsprechender Länge |
| Kabel für den Betrieb an einer Steckdose | Steuerungsmodul mit den notwendigen Kabeln |
| Stecker für den Betrieb an einer Steckdose | Kabelkanäle oder ähnliches als Kabelschutz |
| Zeitschaltuhr (Baumarkt) | |
| Ggf. 2 Zeitschaltuhren für weitere Lichtquellen, wie ein Nachtlicht. | |
| Kabelkanäle oder ähnliches als Kabelschutz |
Autor: Susi, letztes Update: 11.01.2011




