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Gesundheit

Zur Gesunderhaltung der Nymphensittiche sollten nur ungiftige Materialien Verwendung finden. Zudem gibt es für das seelische Wohl einiges zu beachten.

Schutzhaus

Schutzhaus der Außenvoliere
Schutzhaus

Das Schutzhaus ermöglicht die ganzjährige Außenhaltung. Es ist gut zu isolieren und von der Größe her der Anzahl der gehaltenen Nymphensittiche anzupassen. Die Ausstattung mit einem Frostwächter ermöglicht eine Mindesttemperatur von 5 °C auch im Winter. Es muss möglich sein, die Vögel auch über einen längeren Zeitraum dort einzusperren. Wichtig sind daher genügend große Fenster und eventuell auch künstliche Beleuchtung mit BirdLamps zu ermöglichen.

Viele Nymphensittiche sitzen auch bei Minusgraden im Außenbereich. An Außenvolieren gewöhnte Tiere bevorzugen dies häufig. Es sollte aber nicht darüber hinweg täuschen, dass ein Schutzhaus benötigt wird. Hier geht es darum, dass die Tiere selbst entscheiden können, wo sie sich aufhalten und das sie sich aufwärmen können, wenn ihr Gesundheitszustand dies erfordert.

Wer es besonders komfortabel mag, verbindet das Schutzhaus mit der Schleuse, baut einen Wasseranschluss und eine Spüle ein und kann so die komplette Versorgung der Tiere im Schutzhaus erledigen. Auch die Lagerung des Futters (auf Temperatur und Luftfeuchtigkeit achten!) und der Utensilien zur Volierenreinigung ist hier möglich.

Rahmen

Rahmen aus Aluminium
Aluminiumrahmen

Für den Außenbereich sind mit Volierendraht bespannte Elemente aus Aluminium eine langlebige und wartungsarme Variante, weshalb diese einem Holzrahmen vorzuziehen sind. Entweder baut man die Rahmen aus Vierkantrohren selbst zusammen oder kauft fertige Elemente. In Verbindung mit Mauerwerk ensteht so eine Außenvoliere mit geringem Wartungsaufwand, so dass man lange Freude daran hat.

Alternativ kann man die gesamte Anlage mit einem professionellen Volierenbauer konzipieren und umsetzen. Dies ist zweifelsohne um einiges teurer, doch kann man so von den Erfahrungen eines Spezialisten profitieren.

Möchte man aus Kostengründen einen Holzrahmen verwenden muss man sich des höheren Wartungsaufwands sowie möglicher Verrottung der Holzteile über die Jahre bewusst sein. Holzvolieren sind ca. alle 2 Jahre neu zu streichen.

Wie auch bei den Innenvolieren ist jede Lasur und jeder Lack ein potenzielles Gesundheitsrisiko für die Vögel. Die Vögel werden von innen die Balken anknabbern. Das ist nicht zu vermeiden.

Entscheidet man sich dennoch für einen Rahmen aus Holz, eignet sich ausschließlich unbehandeltes Material. Pfosten dürfen nicht gegen Schimmel oder Verrottung getränkt sein.

Es eignen sich bespielsweise

  • Fichte
  • Kiefer oder
  • Lärche

doch ist es sinnvoll hartes Holz zu verwenden, welches den Schnäbeln besser stand hält. Preisvergleiche lohnen sich.

Lasur

Wer sich für einen Holzständer bei seiner Außenvolieren entscheidet, muss diesen mit Schutzlasur streichen. Ähnlich wie bei Innenvolieren können auch hier Lasuren verwendet werden, die für Kinderspielzeug geeignet sind. Produkte gibt es von verschiedensten Firmen, so auch von BIOFA. Baumärkte haben jedoch auch günstige Hausmarken, die für Kinderspielzeug geeignet sind.

Allerdings sind diese Lasuren für den Menschen getestet und maximal speichelfest. Gesundheitliche Risiken bei der Aufnahme durch Vögel sind bisher kaum erforscht.

Volierendraht

Auch bei einer Außenvoliere sollte innen auf Edelstahldraht gesetzt werden.

Gerade bei Außenvolieren wird hierauf häufig aus Kostengründen verzichtet. Es gibt Berichte über einen speziell für verzinkten Volierendraht hergestellten, ungiftigen Lack, der auf den Draht aufgebracht wird. Dieses Verfahren wird beispielsweise im Vogelpark Walsrode angewandt. Allerdings liegen uns hierzu bisher keine Erfahrungswerte vor, so dass wir die Vor- und Nachteile dieser Methode nicht genauer benennen können.

Von unbehandeltem, verzinkten Volierendraht raten wir aufgrund der erhöhten Vergiftungsgefahr weiterhin ab.

Für die äußere Verdrahtung reicht verzinkter Draht. Dieser sollte eine enge Maschung von 10 x 10 mm nicht überschreiten, um ein Eindringen von Futterräubern wie Mäusen zu verhindern.

Form

Auch bei einer Außenvoliere sollte man nicht rund bauen. Eine rechteckige Form mit einer langen Flugbahn von mehreren Metern ist gerade für Nymphensittiche als schnellste Flieger Australiens besonders wichtig.

Vergleiche hierzu auch die Seite zur Größe einer Außenvoliere.

Standort

Der Standort sollte so gewählt werden, dass es nicht zugig oder sehr windig ist. Nymphensittiche genießen gerne die Sonne, doch benötigen sie immer auch einen schattigen Platz. Die Vögel sollten selbst wählen können, ob sie in der prallen Sonne sitzen möchten oder nicht. Dazu ist zu bedenken, dass sie für einen Schattenplatz nicht ins Schutzhaus gehen werden. Es wird also eine Lage mit genug Sonne und auch schattigen Bereichen im Außenteil benötigt.

Windschutz

Die Voliere sollte an zwei Seiten geschlossen sein, um die Tiere vor Wind zu schützen. Im Winter ist es empfehlenswert auch die restlichen Seiten beispielsweise mit Doppelstegplatten verschließen zu können.

Dach

Ein Dach schützt die Tiere vor Wildvogelkot und damit vor unerwünschten Krankheitserregern. Leider nimmt man ihnen damit auch die Möglichkeit im natürlichen Regen zu duschen. Hier muss der Halter das Risiko abwägen. In jedem Fall ist es empfehlenswert einen Großteil der Voliere zu überdachen. Hierfür eignen sich UV-durchlässige Doppelstegplatten besser als Wellblech, um Fressfeinden keinen Eingang zu bieten.

interessante Forenbeiträge:

 

weiterführende Weblinks:

Autor: Susi, letztes Update: 05.06.2009