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Badegelegenheiten

Ein regelmäßiges Bad ist für Nymphensittiche sehr wichtig. Nach dem Bad wird das Gefieder ausgiebig geordnet und geputzt, was zusätzlich für Tiere in Wohnungshaltung eine gute Beschäftigungsmöglichkeit ist.

Mischt man auf einen Liter Wasser einen Eßlöffel Bio-Apfelessig ein, hat man gleichzeitig etwas für die Unterstützung des Immunsystems und gegen Schimmelbildung getan.

Die Geschmäcker sind aber verschieden. Die einen baden lieber, die anderen mögen lieber eine Dusche. Manche, sehr zahme Tiere duschen oder baden auch gerne unter dem laufenden Wasserhahn. Das Wasser sollte lauwarm sein.


Es gibt also verschiedene Möglichkeiten Badegelegenheiten, wie

Baden macht Spaß
Baden macht Spaß

Badeschale

Flache Badeschalen mit Salat oder Grünzeug im Wasser werden oft gut angenommen. Viele Forenuser haben mit Badeschalen sehr gute Erfahrungen gemacht. Ob dies nun glasierte Tonuntersetzer sind oder Plastikschalen, eine Wanne aus dem Malerbedarf zum abstreifen der Rolle, eine Hasenpinkelecke, eine Auflaufform oder ein Teller bleibt dem Halter selbst überlassen. Wichtig ist, dass das Wasser nicht zu hoch steht. 1 cm Wassertiefe reicht völlig aus. Sich abflachendes Wasser wie an einer Wasserstelle in der Natur wird oft besonders gerne angenommen.

>> Bastelanleitung: Vogeldusche

Selbstbau: Badehaus
Selbstbau: Badehaus

Badehaus

Die üblichen Großsittichbadehäuser werden von den wenigsten Nymphensittichen genutzt. Wahrscheinlich sind sie zu klein. Ein selbstgebasteltes Badehaus aus einer größeren Plastikkiste ist wesentlich großzügiger. Allerdings kann es lange dauern Nymphensittiche an die Nutzung zu gewöhnen.

>> Bastelanleitung: großes Badehaus

dusch mich
dusch mich!

Blumenspritze

Eine Dusche aus der Blumenspritze mögen die meisten Nymphensittiche sehr gern. Die Blumespritze darf noch nicht für andere Zwecke benutzt worden sein (Dünger, Sagrotan, Sidolin o.ä.), denn die Rückstände sind für Nymphensittiche giftig und man bekommt solche Flaschen nie ganz sauber. Also bitte eine neue kaufen!

Die Farbe ist auch nicht unwichtig. Gelbe, orange oder rote Spritzen erzeugen oft erst einmal große Angst. Grüne, blaue oder weiße Spritzen sorgen für nicht ganz so viel Aufregung. Grundsätzlich hilft gegen die anfängliche Angst sie in einiger Entfernung neben den Käfig oder die Voliere zu stellen. Mit jedem Tag platziert man sie näher an der Voliere, bis man sie letztendlich dort hinein stellt, sofern der innere Platz das zuläßt.

Das Wasser ist so heiß einzufüllen, wie der Wasserhahn es hergibt. Macht man den Sprühtest, fühlt sich der Sprühnebel dann angenehm warm an. Die kleinste Stufe der Spritze ist am besten.

Der Vogel ist immer von oben zu besprühen und nie von der Seite, denn dann könnte Wasser in die Ohren gelangen. Kennt der Vogel noch kein Duschen, sollte man ganz langsam anfangen. Einmal ansprühen und schauen wie er reagiert und dann weiter machen. Flüchtet er, kann man es einfach an einem anderen Tag nocheinmal versuchen.

Will es gar nicht klappen, ist es einen Versuch wert, den Staubsauger beim duschen einzuschalten. Viele Vögel erinnert das Geräusch an natürlichen Regen und schon breiten sie bereitwillig ihre Flügel aus. Hört sich irre an, aber es hat bei vielen geklappt.

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Autor: Susi und Lucky, letztes Update: 10.02.2010