Heißt Schwarmtier immer Schwarmhaltung?
In den weiten Australiens, der Heimat unserer gefiederten Freunde, leben sie in kleineren und größeren Schwärmen und gehen zusammen auf Nahrungssuche. Unter ihnen bilden sich Paare, die oftmals ein Leben lang zusammen bleiben. Unter den Hähnen gibt es oft gegenseitiges Kraulen, aber auch Imponiergehabe und Kämpfe um die begehrte Henne.
Der Schwarm macht viele Dinge des täglichen Lebens gemeinsam, also fressen, putzen, baden usw. Allein sind Nymphensittiche in der Natur nur anzutreffen, wenn sie krank sind und vom Schwarm ausgeschlossen wurden. Dies dient dem Schutz der Gemeinschaft vor Krankheiten, weshalb Nymphensittiche diese lange verstecken können.
Dies vorausgeschickt wird schnell deutlich das ein Nymphensittich in Gefangenschaft sein soziales Verhalten nur annähernd ausleben kann, wenn mehrere Tiere gehalten werden. Es sollten aber mindestens zwei gegengeschlechtliche Tiere sein, die möglichst fest verpaart sind. Ein Mensch kann als Ersatz für einen Partner nicht herhalten, denn er kann nicht immer da sein. Menschen müssen einkaufen, arbeiten, Arztbesuche machen usw. Seinen Nymphensittich kann man da nicht mitnehmen und in dieser Zeit leidet er, denn er wartet auf die Rückkehr seines Partners Mensch.
Entgegen der landläufigen Meinung werden auch zwei oder mehr Tiere zahm. Im Gegensatz zu einzeln gehaltenen Sittichen werden sie jedoch kaum Verhaltensweisen wie schreien, rupfen oder Begattungsversuche des Menschen zeigen, denn es ist immer jemand da mit dem man sich auf nymphisch unterhalten kann.
Daher tue deinem Vogel etwas gutes und gib ihm einen oder noch besser mehrere artgleiche Freunde!
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Autor: Susi, letztes Update: 03.01.2008 |