Einstreu
Mit der richtigen Einstreu hat man die Qual der Wahl. Folgende Einstreuvarianten sind oft in Nymphensittichvoliere - und käfigen zu finden:
- Sand
- Buchenholzgranulat
- Nagereinstreu
- Maiseinstreu
- Vogelerde
- Heu
Besonders toll für Nymphensittiche ist es verschiedene Bodenbeläge gleichzeitig zu nutzen, indem man z.B. ein viertel der Fläche mit Sand, ein viertel mit Buchenholzgranulat (BHG), ein Viertel mit Vogelerde und ein Teil mit Nager- oder Maileinstreu füllt.
Zusätzlich zum Bodenbelag können als weitere gesunde Beschäftigungsmöglichkeit auch getrocknete Blumen und Blüten, Löwenzahn, Spitzwegerich usw. gegeben werden.
Was einem selbst und den eigenen Nymphies am besten gefällt muss man ausprobieren.
1. Sand
Der normale Vogelsand für Wellensittiche & Co. sollte mit grobem Papageiensand gemischt werden, da ansonsten Kropfentzündungen eher möglich sind. Es sollte weißer Sand sein, denn dieser ist keimfrei. Günstig sind Mischungen mit Grit und Anis. Farbiger Sand ist sicher auch mal eine schöne Abwechslung.
Vorteile:
- Krankheiten können früh erkannt werden, da man Kotveränderungen sofort sieht
- viele Nymphies nehmen gerne eine Sandbad
Nachteile:
- sehr schwer und daher für größere Volieren aufgrund der benötigten Menge eher ungeeignet
- trocknet langsam nach dem Duschen mit der Blumenspritze (Vorsicht: Schimmelgefahr!)
2. Buchenholzgranulat
Buchenholzgranulat (BHG) gibt es in verschiedenen Größen. Für Nymphensittiche kann man alle Größen verwenden. Die Vögel spielen gerne darin, nehmen die Stücke in den Schnabel und scharren fleißig rum. Bei ausschließlicher Nutzung von Buchenholzgranulat als Einstreu muss unbedingt zusätzlich Grit (Mineralstoffversorgung) und Magenkiesel angeboten werden.
Muffig riechendes Buchenholzgranulat wurde falsch gelagert, ist feucht geworden und schimmelt nun. Es sollte daher keinesfalls verwendet werden!
Vorteile:
- hoher Beschäftigungseffekt (Umhertragen, scharren, knabbern)
- leicht, fliegt aber nicht hoch (leichter als Sand)
- trocknet relativ schnell nach dem Duschen mit der Blumenspritze (Vorsicht: Schimmelgefahr, wenn es zu nass wird!)
Nachteile:
- Kotveränderungen sieht man aufgrund der Farbe schlecht - verleitet die Einstreu nicht früh genug zu wechseln
- ist nur in gut sortieren Zoohandlungen oder über die Internetversender zu bekommen
3. Nagereinstreu
Hier gilt wie beim BuHo, dass Grit und Magenkiesel zusätzlich angeboten werden muss.
Vorteile:
- gut aufsaugend
- Kotveränderungen können gut erkannt werden
- in jedem Zooladen erhältlich
Nachteile:
- sehr leicht und fliegt schnell auf
- staubt
4. Maiseinstreu
Maiseinstreu ist Maisgranulat und riecht leicht nach Silomais. Hier gilt wie beim BHG, dass Grit und Magenkiesel zusätzlich angeboten werden muss.
Vorteile:
- gut aufsaugend
- Kotveränderungen können gut erkannt werden (allerdings nicht ganz so gut wie bei Sand)
- staubt nicht
Nachteile:
- leicht, fliegt aber nicht hoch
- kein so großer Beschäftigungseffekt wie beim Buchenholzgranulat
- vergleichsweise teuer
5. Vogelerde
Bei Vogelerde handelt es sich um ungedüngte Erde. Nymphensittiche scharren gerne darin rum und fressen auch sie auch. Sät man darin ein paar Gräser aus ist zudem die Versorgung mit Grünzeug gewährleistet. Zudem sind viele Mineralstoffe enthalten. Normale Blumenerde ist keine Alternative, denn die ist immer gedüngt.
Vorteile:
- enthält viele Mineralstoffe
- fliegt nicht auf und staubt auch nicht
Nachteile:
- relativ schwer
- auf Schimmelbildung ist zu achten
6. Heu
Heu ist ein tolles Spielzeug für Nymphies, als Grundbodenbelag halte ich es jedoch für weniger geeignet. Heu kann man sehr gut als Häufchen über die sonst gewählte Einstreu legen und schon am Abend wird von dem Häufchen nicht mehr viel übrig sein ;-).
Vorteile:
- großer Spiel- und Beschäftigungsspaß
Nachteile:
- als alleiniger Bodenbelag eher ungeeignet
Es bietet sich an als Einstreu immer mal etwas anderes zu benutzen oder auch die Einstreuarten zu kombinieren. Ein Häufchen Heu auf der sonstigen Einstreu, getrocknete Blüten und Kräuter, die man oft in der Nagerabteilung findet, erhöhen den Spiel- und Beschäftigungseffekt. Getrocknete Blüten, wie Kamille oder auch Lavendel riechen besonders gut. Das freut den Halter und auch die Vögel.
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weiterführende Weblinks:
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Autor: Susi, letztes Update: 23.06.2008 |