Patenschaft - Sternenkinder

Sternenkind Elisabeth

Sternenhimmel

Elisabeth und Sponcha-Maja
Elisabeth und Sponcha-Maja

Abschiedsworte von Peppie am 08.08.2017:

Kleine Elisabeth, am 4. August 2017 bist du völlig unerwartet ins Licht geflogen. Morgens warst du etwas kurzatmig und ich bin gleich mittags, nach Büroschluss, weit vor der Vogelsprechstunde zur Tierklinik gefahren. Man hat dich sofort unter Sauerstoff gesetzt und Infusionen gegeben. Aber man konnte deine Reise nicht aufhalten.
 
Du bis gut 6 Jahre bei uns gewesen. Und auch nach deiner Flügelamputation hast du gezeigt, dass eine unbändige Lebensfreude in dir steckt. 
 
Dein Ehehahn Jakob trauert auch sehr über den plötzlichen Verlust.
In unserem herzen lebst du aber weiter und dieses mal - anders als sonst, wo es immer Sterne sind - werde ich an dich denken, wenn ich einen Schmetterling flattern sehe. So denke ich auch an einen leiben Menschen, der dich geliebt hat und uns unterstützt hat.
 
Mach's gut kleine Maus .....

Das war die Vorstellung von Elisabeth

Hallo, ich bin die Elisabeth
Hallo, ich bin die Elisabeth

Hallo, mein Leben ist noch gar nicht so lang und doch habe ich schon einiges hinter mir. Ich wurde in einem Baumarkt zum Verkauf angeboten. Meinen Partner hat man von mir getrennt und separat verkauft. Das Gleiche passierte einem Ziegensittich, der dann anfing mich "liebevoll auszuziehen". Vor Verzweiflung habe ich dann angefangen, an meinen Federn zu knabbern und sie auszureißen oder bei den größeren Federn so lange zu nagen, bis nur noch der Federschaft übrig blieb.

Das Wasser schmeckt
Das Wasser schmeckt

Aber dann kam jemand, dessen Herz ich wohl berührt habe und man hat mich kurzerhand freigekauft, obwohl meine Retterin selbst gar keine Nymphensittiche hat. Aber der Ortswechsel machte mir erst mal weiter zu schaffen und ich zerstörte meine Federn immer mehr, so dass ich fast nur noch Kopf- und Schwanzfedern hatte. Meine Retterin bekam dann einen Tipp, sich doch mal an Peppie zu wenden und die gab sofort ihre Zusage, mich aufzunehmen. Nun musste ich nur noch die Strecke vom Saarland nach Düsseldorf überwinden. Deshalb möchte ich mich an dieser Stelle auch neben meiner Retterin Tina auch bei meiner Zwischenstation Inge und Iris und meinen Wegbegleitern Tom und Pe bedanken, die dafür gesorgt haben, dass ich ganz schnell vom Saarland nach Düsseldorf reisen konnte.

Bei Peppie bin ich dann am 5. Februar 2011 angekommen; dort musste ich aber erst noch in Quarantäne, da noch nicht alle Untersuchungsergebnisse vorlagen.

Am Sonntag, den 13. Februar bekam Peppie dann die Info, dass nichts Ansteckendes festgestellt werden konnte und 10 Minuten später packte mich Peppie dann, und ehe ich mich versah, saß ich auf dem Boden einer Voliere .... zum Dank habe ich der Peppie noch mal schnell ganz feste in den Finger gezwickt.

5 Minuten saß ich erst mal ganz fassungslos am Boden und schaute mich um, denn um mich herum gab es andere Nymphensittiche, die mich neugierig anguckten. Ich habe mir dann ein Herz gefasst und bin hochgeklettert, geradewegs zu einem der Futternäpfe und habe mir erst mal den Bauch vollgeschlagen; denn in Gesellschaft schmeckt es doch viel besser als alleine und ich kann gut wieder ein paar Gramm auf den Rippen vertragen.

Meine Retterin aus dem Saarland wollte mir keinen Namen geben, da sie das grundsätzlich nicht bei Vögeln tut, die nicht bei ihr bleiben. Peppie hat dann erst mal gesagt, dass ich "Lucky E." heißen würde, weil sie ja nicht wüsste ob ich nun ein Bub oder ein Mädel sei. Mit der Untersuchung auf eine eventuelle Virenerkrankung wurde auch eine Geschlechtsbestimmung gemacht und die haben dann herausgefunden, dass ich ein Mädel bin - und nun trage ich den schönen Namen Elisabeth.

Und wenn Ihr weiter Anteil an meiner Geschichte nehmen mögt ..... demnächst gibt es bestimmt noch das eine oder andere von mir in den News zu lesen.

Abschiedworte von Frau Oskar (Katja):

Kleine süße Elisabeth,

viele Jahre durfte ich Deine Patentante sein.

Nun hat mich die Nachricht erreicht, dass Du über die Regenbogenbrücke geflogen bist.

Ich bin traurig und erinnere mich an den tag, als ich Dich kleinen Spatz zum ersten Mal auf einem Foto von Peppie gesehen habe.

Du warst nackt und kahl, ein "Baumarkt-Vogel" mit bedauernswertem Anblick, der mich so ergriffen hat, dass ich sofort wusste, dass ich für Dich eine Patenschaft übernehmen möchte. Irgendetwas hat mich magisch angezogen, Dich auszuwählen. Über Deinen Namen Elisabeth musste ich schmunzeln, denn ulkigerweise hieß meine Großmutter auch so und da ich sie so geliebt habe, nannte ich meine Tochter mit Zweitnamen ebenfalls Elisabeth.

Dies sollte aber nicht die einzige Verbundenheit bleiben, die wir beide gemeinsam hatten:

Ich erkrankte an Krebs und musste mich Operationen unterziehen, die meine linke Körperseite eingeschränkt haben. Nur wenige Monate später schrieb mir Peppie, dass auch Du an einem Tumor erkrankt bist und Dein Flügelchen entfernt werden mußte - ebenfalls auf der linken Seite.

Die Operationen hatten uns beide lebenslang etwas von unserem Körper weggeschnitten - irgendwie konnten wir beide nicht mehr fliegen. Wie oft habe ich über diese Begebenheit gegrübelt und nachgedacht - was für eine seltsame Parallele. Zufall? Sollte mir das etwas sagen? Wir werden nie eine Antwort darauf bekommen. Wenn ich Dich auf Fotos mit Deinem fehlenden Flügel gesehen habe, dann hat mir das oft viel Mut gemacht und ich dachte mir, dass man auch im Tiefflug nicht aufgeben darf.

Liebe Elisabeth, ich wünsche Dir da, wo Du jetzt bist, keine Schmerzen mehr. Flieg wie ein kleiner bunter Schmetterling unbeschwert und ohne Pein. Ich weiss, dass Du dort, wo Du nun bist, Deinen zweiten Flügel zurück bekommen hast.

In meinem Herzen wirst Du immer bleiben und unsterblich sein. Ruhe in Frieden.

Mein Dank geht an Peppie, bei der Du Deine letzten Jahre mit sehr viel Liebe und Fürsorge verbringen durftest. Ihr hast Du so viel zu verdanken. Du hattest sehr viel Glück, dass Du bei ihr gelandet bist und mit Sicherheit die schönsten Jahre Deines Lebens hattest.

Flieg kleine Elisabeth wie ein bunter Schmetterling.

Wenn ich in Zukunft einen Schmetterling sehe, werde ich immer an Dich denken.

Deine Patentante Frau Oskar

Sternenhimmel

Autor: Barbara, 08.08.2017