Wissen - Alternative Heilmethoden

Ausstattung

Benötigt werden z.B. eine Schreibtischlampe, einfarbige Tücher, spezielle Folien oder bunte Leuchten, sogenannte Partyleuchten aus dem Baumarkt (mindestens 60 Watt). Verwendet man eine normale Halogen- oder Sparleuchte, kann vor die Lampe das farblich passende Tuch oder die Folie angebracht werden. Hierbei ist jedoch zu beachten, dass das Gehäuse der Lampe heiß werden kann und auch die Leuchte selbst Hitze ausstrahlt.

Achtung Feuergefahr! Die Lampe niemals unbeaufsichtigt lassen. Jeglicher direkter Kontakt zwischen Lampe und Vogel ist zu vermeiden.

Farblichttherapie eines Nymphensittichs
Farblichttherapie

Genau wie bei der Rotlichtbestrahlung im Krankheitsfall auch, muss sich der Vogel während der Farblichttherapie in einen Bereich zurückziehen können, der nicht bestrahlt wird. Die Umgebung der Voliere ist während der Bestrahlung abzudunkeln, damit die Farben besser zur Geltung kommen. Auch wird hierdurch die Wahrnehmung durch den Vogel erhöht.

Die Lampe ist so aufzustellen, dass die entstehende Wärme/Hitze dem Vogel nicht gefährlich werden kann. Bei der Farblichttherapie geht es um die Farbe und nicht um die Temperatur. Als Abstand zwischen Lampe und Vogel wird eine Entfernung von ca. 30 bis 100 cm angeraten. Der Lichtstrahl wird so ausgerichtet, dass der Vogel aus ihm heraustreten kann, wann immer er möchte. Der Vogel sollte von der Farbe vollständig bedeckt sein. Die Dauer der Lichttherapie ist von Farbe zu Farbe unterschiedlich. Generell sollte die Therapie 2 bis 3 mal täglich angewandt werden. Dabei sollte die Dauer von 30 Minuten je Sitzung nicht überschritten werden. Insgesamt darf die Bestrahlung nicht länger als 40 - 50 Minuten pro Tag sein. Intensive Farben wie Rot oder Grün werden kürzer angewandt als z.B. die Farbe Blau. Diese kann sogar 50 - 60 Minuten lang durchgehend angeboten werden.

Wie bei allen neuen Sachen, ist auch bei der Farblichttherapie der Nymphensittich zunächst misstrauisch. Er muss daher langsam an die Neuigkeit herangeführt werden. Es gibt allerdings auch Fälle, in denen die Nymphies das Licht von Beginn an zu schätzen wissen und sich knuspernd im Lichtkegel gemütlich aufplustern.

Zeigt die Therapie Wirkung, kann sie über 4 Wochen hinweg angeboten werden. Je nach Verhalten des Vogels bzw. Krankheitsverlauf reduziert man langsam die Dauer der einzelnen Sitzungen bzw. bestrahlt den Nymphensittich nur noch einmal pro Tag. Die Therapie sollte langsam ausklingen.

Buchtipps & Quellen:

  • Rosina Sonnenschmidt, Marion Wagner: Neues Heilen Vögel
  • Mario Campana, Heilung durch Licht und Farbe (MediColor Verlag)
  • Lilli Eberhard, Heilkräfte der Farben (Drei Eichen Verlag)
  • Christa Muths, Farbtherapie (Heyne Verlag)
  • Rosina Sonnenschmidt, Farb- und Musiktherapie für Tiere, Leitfaden für die tägliche Praxis (Sonntag Verlag)

Autor: MaZi, 19.01.2015

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