Wissen - Verhaltensstörungen

Schreien

Nymphensittiche die in der freien Wildbahn leben, kommunizieren über ihre eigene Sprache mit ihrem Schwarm. Entfernt sich ein Vogel zu weit vom Schwarm, erschreckt oder fürchtet er sich vor etwas oder droht Gefahr, so wird mit lauten Kontaktrufen und Warnschreien darauf aufmerksam gemacht. Diese Rufe sind ein ganz natürliches und lebensnotwendiges Verhalten, das den ganzen Schwarm oftmals vor gefährlichen Situationen schützt.

Warnschreie und Kontaktrufe sind auch in der Heimtierhaltung völlig normal und dienen dem Vogel zur Kommunikation mit seinem Artgenossen und Halter.

Wenn dieses "natürliche Schreien" jedoch in ein andauerndes und ununterbrochenes lautes Schreien übergeht und der Vogel sich durch nichts beruhigen lässt, kann das schnell zu einem Problem werden. Sein Halter wird dadurch auf eine harte Geduldsprobe gestellt und leider gibt es auch immer wieder Probleme mit den Nachbarn, die sich von diesen lauten Rufen gestört fühlen.

Es ist nun wichtig schnell zu reagieren und zu hinterfragen, warum der Vogel sein Verhalten verändert hat und was die Ursache dafür sein könnte.

Folgende Ursachen für das Schreien sind denkbar.

Schreien bei Einzelhaltung

Es gibt Nymphensittiche, die sich trotz anderer Artgenossen mit denen sie zusammenleben, auf ihren Halter fixieren und auf ihn geprägt sind.

Bei einzeln gehaltenen Vögeln, ist diese Bindung oft noch sehr viel enger und es kann schnell zu Problemen kommen. Schnell fordert der Vogel immer mehr Zuwendung und Aufmerksamkeit von seinem Halter ein.

Bekommt der Vogel die von ihm gewünschte Aufmerksamkeit nicht, versucht er sie durch ständiges lautes Schreien einzufordern. Bieten sie dem Vogel viel Abwechslung, Beschäftigung und Unterhaltung an und falls er alleine lebt einen gegengeschlechtlichen, artgleichen Partner.

Schreien aufgrund des Verlustes des Partners oder einer Bezugsperson

Der Verlust des langjährigen Besitzers kann in der Trauerphase zu andauerndem Schreien führen. Dies tritt bei Schwarmtieren jedoch selten auf. Der Verlust des Partnervogels ist dagegen ein häufigerer Grund für das Schreien. Paare sollte man aus diesem Grund nicht trennen. Ist der Partner dagegen verstorben, sollte man möglichst zeitnah einen neuen, artgleichen Partner besorgen.

Schreien aufgrund von Brutigkeit

Beginnen die Nymphensittiche vermehrt Höhlen zu suchen und die Hähne sich zu jagen, ist dies ein deutliches Zeichen von Brutigkeit. Möchte man keinen Nachwuchs, sollte man alles unterbinden welches Brutigkeit fördert.

Autor: kiara, letztes Update: 21.10.2010

Schön, dass du unsere Seite besuchst. Wir verwenden Cookies, mit deinem Einverständnis auch von Dritten (Fremdanbieter, Werbung). Wenn du auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du, damit einverstanden und mindestens 16 Jahre alt zu sein. Du kannst deine Einwilligung jederzeit widerrufen und diesen Banner über den Link "Cookie-Einstellungen" in der Fußzeile aufrufen, um deine Einstellungen zu ändern. Für weitere Informationen schaue in unsere Datenschutzerklärung (klick). Diese kannst du, genauso wie unser Impressum, ohne Banner lesen.

Session Cookies

Wir setzen Session-Cookies ein, die für das Ansehen und Nutzen unserer Seiten erforderlich sind. Diese Option kann daher nicht abgelehnt werden.

Fremdinhalte

Beim Aufruf einer Seite mit eingebundenem Youtube-Video werden Daten von dir an YouTube übertragen. Deshalb benötigen wir zur Anzeige deine Erlaubnis.

Werbung

Unsere Seiten finanzieren wir u.a. durch Werbung. Hierzu setzen wir für Produkteempfehlungen Widgets und Buttons von Amazon und AWIN ein.