Patenschaft - News
Aus Fleur wurde Herr Fleur
von Peppie
Tja, kaum sind wir ein paar Wochen weiter, hat Fleur ein gelbes Gesicht bekommen und übt mit brabbeln die Stimme.
Also muss es jetzt wohl Herr Fleur heißen.
Man kann sich nicht vorstellen, was Herr Fleur in seinem kurzen Leben schon mitgemacht haben muss, da er ja flugunfähig ist und auch sehr stark humpelt. Aber so langsam traut er sich mehr und mehr zu und verlässt auch gerne die Voliere. Nur wenn er abstürzt, muss man ihm wieder in die Voliere helfen. Aber das geht ganz ohne Panik, denn man kann ihm einfach den Kescher überstülpen und ihn dann auch in die Hand nehmen.
Kommentare
Kommentar von Giselle |
Hallo Fleur,
deine Geschichte kommt mit sehr bekannt vor...
Ich, eine Nymphe Namens Liesa 🦜,kam 1994 (mein Geburtsjahr)als Partner/in zu Jacky, der mich überhaupt nicht möchte 😢.
Statt dessen terrorisierte Jacky(damals um einiges älter als ich) die ganze Hausgemeinschaft. Er war der Herr im Hause und flog von Stunde an Angriff auf alle auch menschliche Mitbewohner.
Es blieb uns nichts anderes übrig, als das ich mit einem eigene Käfig in der Küche Quartier beziehen musste.
Meine menschlichen Mitbewohner hatten Mitleid mit mir und gaben mich in eine liebevolle Familie mit damals 2 Kindern(12 und 16). Die 12-jährige war meine Bezugsperson, das ist sie heute noch.
Das traumatische Erlebnis habe ich dann mit ihrer Hilfe bewältigt. Zwischendurch war auch mal ein Wellensittich von der Oma bei uns zu Gast mit dem ich mich verstand, doch wollte ich mein eigenes Reich (großer Käfig mit ausreichend Freiflug behalten. So blieb jeder in seinem käfig, wir trafen uns dann außerhalb.
Irgendwann ergab sich dann die Wandlung. Ich bekam orangerote Wangenfedern auf gelbem Grund und mein Kamm färbte sich auch mit einem Hauch gelb. Meine Flügel hatten weiße Schwungfedern bekommen...
Wir, meine Familie und ich sind nach 4 Jahren von einer Wohnung in ein Haus 🏡 gezogen, wo ich nicht nur in einer Etage fliegen konnte, nein übers Treppenhaus in die 2. Etage das war herrlich.
Nun bin ich im 32. Lebensjahr nicht mehr ganz so fitt, das Fliegen beschränkt sich auf 1-3m, wenn überhaupt,aber dafür gehe ich jetzt fast täglich ein Stunde im Raum spazieren. Ich dusche gerne, betätigt durch eine wohltemperierte Blumensprühflasche im Sommer draußen im Garten mit saftigem Rasen als Untergrund aber im Käfig wegen der Katze in der Nachbarschaft.
In der kälteren Jahreszeit tragen meine Mitbewohner den Käfig in die Sonne, es ist herrlich sie auf Bauch oder Rücken zu spüren. Ist die Sonne gewandert, melde ich mich, dann wird mein Käfig nachgerückt oder ich will mich nach ausgedehntem Spaziergang ausruhen, dann geht's zum Stammplatz zurück. Ab 12:00 will ich dann meine Ruhe haben und ein Nickerchen machen. Später schaue ich gerne aus dem Fenster interessant was sich da draußen so alles tut. Welche Aktivitäten die Nachbarn so haben, oder die Post kommt, oder ein Familienmitglied am Fenster vorbei geht,das melde ich dann lautstark.
Ich erkenne meine Familienmitglieder auch am Schritt, was ich auch lautstark kommentiere.
Abends, wenn ich dann meine "Ruhe" haben möchte, reich ein Piep so 1-3 mal und mein Käfig wird bedeckt. Aber,wenn die Familie denkt, ich schlafe, dann beginne ich auch schon Mal ein Liedchen zu trällern oder mache Möbelrücken. Die kleine Schale vom Obst oder Reis oder eine Nudel ist leer,dann Stelle ich sie senkrecht an den Rand oder die Sepiaschale bekommt einen neuen Platz oder der Futternapf muss umgestellt werden. Meine Familie Wunder sich gar nicht mehr darüber...die kennen das schon.
Als Futter mag ich eine ausgewogene Ernährung,
nicht nur gemischte Körner sondern Salat, Apfel, Gurke, Banane, Petersilie, Vogelmiere, Reis, Nudeln,🥚, Körnerbrötchen zum Frühstück, etwas Joghurt, Erdnüsse (alles in kleinen Portionen) aber am allerliebsten Hirsekolben.
Das war ein Einblick in mein Leben im 32. Lebensjahr.
Viele Grüße Liesa(männlich) und Giselle
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